Was eine Skiwoche in den Karpaten wirklich kostet

Wir haben dieselbe Familien-Skiwoche zweimal kalkuliert — einmal in den Alpen, einmal über Brașov. Die Differenz bezahlt die Flüge, die Skischule und den Großteil des Essens.
Jeden Winter kommt dieselbe E-Mail: „Wir lieben Skifahren, aber eine Alpenwoche kostet inzwischen so viel wie früher ein Sommerurlaub. Ist Rumänien wirklich eine Option?" Kurze Antwort: ja, seit Jahren. Lange Antwort unten, mit Zahlen.
Die Tagesrechnung
Die Erwachsenen-Tageskarte in Poiana Brașov — dem Vorzeige-Skigebiet des Landes mit moderner Gondel und 25 Pistenkilometern — kostet rund 260 Lei, etwa 52 €. Vergleichbare Alpenorte verlangen 65–80 €. In Straja im Jiu-Tal zahlst du etwa 30 € für 26 km verbundene Abfahrten, und in Vatra Dornei kostet ein Pistentag weniger als ein Mittagessen in Zermatt.
Bei der Skischule spüren es Familien am deutlichsten. Zwei Stunden Gruppenunterricht kosten hier 20–30 € gegenüber 45–70 € in den Alpen; die komplette Leihausrüstung 10–18 € pro Tag gegenüber 35–55 €. Bergmittagessen — richtige, mit Suppe, Hauptgang und Getränk — liegen bei 8–14 €.
Was das summiert
Für eine vierköpfige Familie kostet ein Skitag in den Karpaten — Karten, Ausrüstung, eine Stunde Unterricht, Mittagessen — zwischen 120 und 200 €. Derselbe Tag in einem mittleren Alpenresort: 300–450 €. Über sechs Skitage beträgt die Lücke bequem 1.200–1.500 € — mehr als die Flüge nach Bukarest oder Sibiu, der Mietwagen mit Winterreifen und mehrere sehr gute Abendessen zusammen.
Was man ehrlicherweise aufgibt
Weniger Pistenkilometer — niemand hier tut so, als wäre er die Trois Vallées. Kürzere Liftschlangen als befürchtet, längere als uns lieb ist an Spitzenwochenenden. Und ein anderer Abend: statt Après-Ski-Hütte ein mittelalterlicher Marktplatz in Brașov oder ein Bauernhaus-Abendessen im Sachsendorf. Wir finden, dieser Tausch liest sich jedes Jahr besser. Preise sind Saison-Richtwerte — der Ski-Hub zeigt das aktuelle Bild pro Gebiet.

