Bukarest ist vielschichtig und widersprüchlich — einst „Klein-Paris" wegen der Boulevards und Bürgerhäuser, später in großen Teilen von Ceaușescu geebnet für den Parlamentspalast. Was übrig ist, liegt in Fragmenten: Jugendstil-Arkaden in der Strada Lipscani, die Stavropoleos-Kirche aus dem 18. Jahrhundert neben einem Kettenrestaurant, brutalistische Sockel neben Modewoche-Locations. Die Food- und Naturwein-Szene der 2020er ist die spannendste des Landes. Die meisten internationalen Flüge landen hier (OTP) — fast jeder Gast kommt durch.
Warum hierher
Für ein, zwei Nächte am Anfang oder Ende einer Rumänien-Reise. Der Kontrast — zwischen dem polierten Belle-Époque-Norden (Calea Victoriei, Athenäum) und der chaotischen, lebendigen Altstadt — ist das Land im Kleinen. Plus: das beste Abendessen der Reise wird wahrscheinlich hier sein: Kaiamo, Vatra oder ein Naturwein-Abend bei Origo oder M60.
Was tun
- Den Parlamentspalast besichtigen — einen Tag vorher mit Reisepass buchen, das zweitgrößte Gebäude der Welt.
- Die Calea Victoriei vom Athenäum zum Königspalast und Revolutionsplatz entlanglaufen.
- Die Stavropoleos-Kirche in der Altstadt finden — klein, perfekt, im brâncovenischen Stil.
- Bier in Caru' cu Bere — die schönste Bierhalle Osteuropas, 1879.
- Specialty-Coffee-Tour: M60 (Flaggschiff), Origo, Beans & Dots, Frudisiac.
- Das Dorfmuseum sehen — Freilichtmuseum am Herăstrău-See, über 60 authentische rumänische Häuser hierher verlegt.
- Essen in Kaiamo (modern rumänisch, Tasting), Vatra (warm, traditionell) oder Lacrimi și Sfinți (kleine Teller, Naturwein).
Wann kommen
Mai für die frühlingshaften Boulevards. September–Oktober für Caféterrassen-Wetter. Dezember für den Weihnachtsmarkt am Piața Constituției. Juli–August oft 35 °C+, machbar wenn man Schattenhöfe einplant.